Etikettenpapiere sehr gefragt

Seit dem Jahreswechsel ist die Nachfrage nach Etikettenpapieren ungebrochen hoch und hat sich noch gesteigert. Ein Grund war der Streik beim Papierhersteller UPM in Finnland, der am 1. Januar 2022 begann und 110 Tage andauerte. Dieser betraf auch die Etikettenpapiere. Deren Produzenten gerieten zusätzlich durch steigende Energie- und Rohstoffpreise unter Druck. Energie- und Gaspreise wurden durch den Krieg in der Ukraine in die Höhe getrieben, was zu weiteren Preissteigerungen führte. Etikettenpapierhersteller benötigen Zellstoff zur Herstellung von Etiketten- und Trägerpapieren. Dieser ist jedoch aufgrund von Kriegssanktionen kaum mehr verfügbar, wodurch deren Preise mittlerweile schwindelerregende Höhen erreicht haben.

Keine Entspannung bei Lieferzeiten und Einkaufspreisen

Dementsprechend schwierig und teuer ist auch für robos-labels die Beschaffung von Vorprodukten. Der Mangel betrifft auch die Folienmaterialien, da diese auf der Rückseite ein Trägerpapier zur Klebstoffabdeckung benötigen, wodurch auch hier der Papiermangel negative Auswirkungen hat. Um lieferfähig zu bleiben, wurden die Lagerkapazitäten nochmals deutlich erhöht. Im Gegenzug rationieren Lieferanten die Abnahmemengen, um zu verhindern, dass einige wenige Großproduzenten einen Großteil der zur Verfügung stehenden Mengen den anderen Marktteilnehmern entziehen. Insgesamt ist noch keine Entspannung bei den Lieferzeiten und den Einkaufspreisen zu erkennen. Einzelne Lieferanten sprechen bereits von weiteren Preissteigerungen im Spätsommer/Herbst 2022.

Nach der Beendigung des Streiks bei UPM in Finnland nehmen die Fabriken ihre Produktion nach und nach wieder auf. Es wird aber noch einige Zeit dauern, bis sich die Herstellung und die Lieferfähigkeit von Etikettenpapieren wieder normalisiert hat. Hier spielen auch die seit Anfang 2021 angespannte Rohstoff- und Logistiksituation der globalen Lieferketten sowie zahlreiche harte Lockdowns im asiatischen Raum eine entscheidende Rolle.

Viktoria Hüging, Supply Chain Managerin bei robos-labels erklärt: „Der Streik bei UPM ist beendet, die Lieferzeiten für den Rohmaterialeinkauf haben sich aber leider nicht verbessert. Die Normalisierungsphase sollte eigentlich nur 6 Monate andauern. Unsere Sorge ist, dass sich die Lieferzeiten auf dem langen Niveau einpendeln. Noch ist auch nicht ersichtlich, welche Rolle die Rohmaterialversorgung aus Russland unter dem Strich spielt. Die Preise werden weiterhin steigen. Wie die Firma UPM aktuell mitteilte, ist deren Gasversorgung kurz und mittelfristig sichergestellt und nicht von Gaslieferungen aus Russland abhängig.“

Auch wenn robos-labels viele Rohstoffe auf Lager hat, fehlen doch immer wieder einzelne, meist spezielle Materialien. Nach der Maxime „First come, first serve“ werden zuerst die Kunden beliefert, die eine langfristige Planung mit uns abstimmen. Dies wird weiterhin nicht anders möglich sein, denn eine Besserung der Liefersituation ist nicht absehbar.

 

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